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... DAS UNABHÄNGIGE INFORMATIONSPORTAL FÜR DIE IMMOBILIENWIRTSCHAFT

 

Was bringt das Immobilienjahr 2017?Was ändert sich für Immobiliennutzer im neuen Jahr ?
Bereits beschlossen und geplant - das kommt in 2017 auf Mieter, Eigentümer, Anleger und Bauherren zu

Höhere Grunderwerbsteuer, Berufszulassung für Immobilienmakler und Hausverwalter, modifiziertes Baurecht, geplante Eigentumsförderung, Ausdehnung der Mietpreisbremse, geplante Anpassung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, oder Preissteigerungen bei einigen Nebenkostenarten - und einiges mehr:
2017 kommen auf Immobiliennutzer einige Änderungen zu, die zum Teil unmittelbare finanzielle Auswirkungen haben, auf der anderen Seite können geplante Fördermaßnahmen aber auch finanziell entlasten und bereits geplante Baumaßnahmen beschleunigen! 

ImmoPilot gibt einen Überblick über die wichtigsten bereits beschlossenen und geplanten Neuerungen:

1. Finanzen:
- Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf

Auch die Bundesländer wollen etwas vom Grunderwerbsteuer Kuchen abhaben. Seitdem die Länder die Höhe dieser Steuerart selbst bestimmen können, wird sukzessive erhöht. Ursprünglich waren es bundesweit 3,5 Prozent, mittlerweile müssen Immobilienkäufer in den meisten Bundesländern 6,5 Prozent bezahlen.
Und für das kommende Jahr hat ein weiteres Bundesland die nächste Erhöhung angekündigt: Ab Januar 2017 wird Thüringen ebenfalls 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer verlangen. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Kaufpreis in Höhe von 300.000 Euro sind dann an Stelle von (bei 3,5 Prozent) 10.500 Euro, gleich 19.500 Euro fällig.
Nur die Länder Bayern und Sachsen erheben im kommenden Jahr noch den ursprünglichen Steuersatz in Höhe von 3,5 Prozent.
Die Grunderwerbsteuersätze der Länder:

Brandenburg 

6,5 Prozent

Schleswig-Holstein  

6,5 Prozent

Nordrhein-Westfalen

6,5 Prozent

Saarland

6,5 Prozent

Thüringen

6,5 Prozent    - ab 01.01.2017 -

Berlin

6,0 Prozent

Hessen 

6,0 Prozent

Baden-Württemberg 

5,0 Prozent

Sachsen-Anhalt 

5,0 Prozent

Rheinland-Pfalz 

5,0 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern 

5,0 Prozent

Niedersachsen 

5,0 Prozent

Bremen 

5,0 Prozent

Hamburg

4,5 Prozent

Bayern 

3,5 Prozent

Sachsen

3,5 Prozent

 

 

 

 

 


Bei dieser Gestaltung hilft auch die für junge Familien geplante Immobilienförderung (siehe unter Punkt 5) nur peripher weiter - und wird  für viele eher zum "Nullsummenspiel"! Da können institutionelle Anleger ihre Steuern schon besser steuern - denn diese kaufen die großen Wohnungspakete zumeist als so genannter "share deal", d. h. sie erwerben nicht die einzelnen Immobilien (Assets), sondern die Eigentümergesellschaft, und zwar zu weniger als 95 Prozent. Und dann fällt überhaupt keine Grunderwerbsteuer an.

 



 


2. Vermieter, Eigentümer, Mieter:
- Berufszulassung Immobilienmakler und Wohnungseigentumsverwalter: Sachkundenachweis für Makler und Hausverwalter erforderlich

Das neue Gesetz zur Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und WEG-Verwalter soll die  Berufszulassung regeln, den Verbraucherschutz stärken und mehr Qualität in diesem Berufszweig herstellen. - Makler und WEG-Verwalter benötigen künftig einen Nachweis über ihre Sachkunde. Das soll Verbraucher vor zuviel "Autodidakten" mit zu wenig Fachqualität in diesem Segment schützen.
Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen, bzw. Sonderregelungen: Wer z.B. eine 6-jährige Tätigkeit in dem Berufszweig nachweist, hat die Sachkunde damit automatische erlangt und kann sich von Prüfungen befreien lassen.
Details: BMWI Zulassungsregelung

 

3. Vermieter, Eigentümer, Mieter:
- Rauchwarnmelderpflicht: Übergangsfrist für Bestandsbauten endet für weitere Länder in 2017

Für Neubauten gilt für alle Bundesländer - ab 2017 müssen sämtliche Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Nun kommen zusätzlich auch die Bestandsbauten an die Reihe. In vielen Bundesländern bereits  Pflicht, müssen ab dem neuen Jahr in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ab dem 01.01.2017 alle Bestandswohnungen mit Rauchmeldern ausgerüstet sein. In Bayern ist die Umrüstung bis Ende des neuen Jahres 2017 vorgeschrieben.

In den Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens über einen Rauchwarnmelder verfügen. Die Rauchwarnmelder müssen so angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.
Wichtig: Eigentümer und Vermieter, die der Pflicht zur Installation von Rauchmeldern nicht nachkommen, begehen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern gefährden ggfls. auch den Schutz ihrer Hausrat-/ oder Gebäudeversicherung.

Tipp für Vermieter: Lasen Sie sich die Anbringung der Rauchmelder durch Ihre Mieter bestätigen!
Details: Rauchmelder retten Leben
 

4. Vermieter, Mieter:
- Mietpreisbremse: 12 Bundesländer sind dabei


Bisher hatten 11 Bundesländer in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreisbremse eingeführt. Ab Dezember 2016 ist ein ein weiteres Bundesland - Niedersachsen - dazu gekommen. Somit wirkt das Instrument in 2017 dann in 12 Bundesländern - 4 Bundesländer (Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Saarland) sind nicht dabei.
Bei der Neuvermietung gelten in den Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt Beschränkungen bei der Festlegung der Mietpreishöhe.  Vermieter dürfen bei einem neuen Vertrag zu Beginn eines Mietverhältnisses maximal 10 Prozent über die "ortsübliche Vergleichsmiete" verlangen.

 In diesen Bundesländern gilt 2017 die Mietpreisbremse:

    Bayern
    Baden-Württemberg
    Berlin
    Brandenburg
    Bremen
    Hamburg
    Hessen
    Nordrhein-Westfalen
    Niedersachsen
    Rheinland-Pfalz
    Schleswig-Holstein
    Thüringen

Details: Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung


5. Bauherren:
- Höher und dichter: Änderungen Baurecht geplant

Mehr Wohnungsbau in Ballungsräumen
Bis zu 400.000 neue Wohnungen sind pro Jahr nötig, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. In erster Linie fehlen bezahlbare Wohnungen, die  - aus Sicht der großen Bauträger - grundsätzlich weniger im Fokus stehen. Um explizite dieses Marktsegment zu entwickeln, ist eine Novelle des Baurechts geplant.
An der Schnittstelle von Städtebaurecht und Immissionsschutzrecht soll den Kommunen zur Erleichterung des Bauens in stark verdichteten städtischen Gebieten mehr Flexibilität eingeräumt werden. In urbanen Gebieten darf dann nach dem Willen der geplanten  Änderungen dichter und höher gebaut werden als in den herkömmlichen Mischgebieten. - Die neue Richtlinie soll spätestens Mitte 2017 in Kraft treten
Details: Hier geht es zum Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie.
BMUB Richtlinie urbanes Bauen


6. Finanzen:
-Immobilienkäufer, Bauherren:

Förderungen für junge Familien geplant  - Max. 20.000 Euro sind möglich
Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, der Markt gibt nicht viel Quantität her. Trotz der momentan immer noch attraktiven Zinsen rückt gerade für junge Familien mit Kindern der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung in immer weitere Ferne.
Der Bund will jetzt mit unterstützenden Maßnahmen tätig werden. So plant Bundesbauministerin Barbara Hendricks, den Kauf von Wohnimmobilien für Familien mit Kindern und einem geringen oder mittlerem Einkommen mit einem neuen Förderprogramm zu erleichtern. So sollen Familien in besonders nachgefragten Immobilien Regionen zur Förderung von Eigentum mit Eigenkapitalzuschüssen unterstützt werden. Im Gespräch ist eine Unterstützung zwischen 8000 € - 20.000 € (Staffelung nach Anzahl der Kinder).
Konkretes soll in Kürze entschieden werden, der Beginn des Förderprogramms ist für das kommende Jahr vorgesehen.
Schade: Für nicht Wenige wird das allerdings zu einem Nullsummenspiel - denn auf der anderen Seite erhöhen einige Bundesländer die Grunderwerbsteuer.

Details: BMUBBUND


7. Finanzen:
Immobilienkäufer, Bauherren:

Immobilienkredite: Änderungen der Kreditrichtlinie zu Gunsten Darlehnsnehmer geplant
Wer ein Haus bauen oder kaufen wollte hatte es bisher unter Umständen nicht leicht, an die günstigen Kredite zu kommen. Denn: Die bisherige Wohnimmobilienkreditrichtlinie sollte zum Ziel haben, dass Häuslebauer auch langfristig in der Lage sind, ihre Kredite zu bedienen. Banken und Institute müssen bei der Vergabe von Baukrediten intensiver beraten und die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden konsequenter prüfen. Neu ist unter anderem: Der Immobilienwert fällt bei Baufinanzierung kaum noch Gewicht, auch die kommende Wertsteigerung der Immobilie fällt nicht mehr so ins Gewicht wie bisher.
Dagegen war wichtig, ob der angehende Darlehnsnehmer den Immobilienkredit langfristig bedienen kann.
Wenn das nicht der Fall war, konnte es keine Kreditzusage geben. Diese Vorgaben hatten aber die ungewollten Nebenwirkungen, dass einige Gruppen (z.B. ältere Kreditnehmer oder junge Familien) für eine langfristige Kreditvergabe immer öfter nicht mehr in Frage kamen. Diese und andere Unsicherheiten veranlassten dann auch die Kreditinstitute, restriktiver bei der Kreditvergabe zu werden. Jetzt soll das Gesetz nachgebessert und an praxisorientierte Gegebenheiten angepasst werden
Die Bundesregierung will aber jetzt die Vergabe von Krediten erleichtern und die bisherigen Vorgaben anpassen. Der Beschluss zur Anpassung wurde durch das Bundeskabinett auf den Weg gebracht.

Details: Bundesregierung
 

8. Finanzen:
Immobilienkäufer, Bauherren

- Hypothekenzinsen: Bleiben weiter niedrig - aber die EZB Entscheidungen beobachten!
Aufgrund der durch die EZB getroffenen Entscheidung den Leitzins zu senken, können sich Immobilienkäufer oder diejenigen, die Umfinanzieren können darauf einstellen, das Baugeld zunächst günstig bleibt. Zehn-Jahres-Konditionen sind aktuell für nur wenig mehr als 1 Prozent Zinsen zu erhalten. Vor wenigen Jahren waren es noch zwischen 3,5 Prozent und 4,5 Prozent. Kaufwillige sollten sich allerdings auch darauf einstellen, dass die Immobilienpreise weiter anziehen werden.
Sparer dagegen haben das Nachsehen - für Anlagen auf dem Sparbuch wird es keine nennenswerten Zinsen geben.
Vergleich: Hier können Sie die aktuellen Hypothekenkonditionen vergleichen: Interhyp Zinsrechner


9. Finanzen:
Immobilieneigentümer, Mieter:

- Strom: Wird teurer
Viele Stromgrundversorger erhöhen 2017 die Preise. Davon sind rund 10 Mio. deutsche Haushalte betroffen.
Die meisten Anbieter geben dann steigende Umlagen und Abgaben an ihre Kunden weiter. So verhält es sich u a. mit der EEG-Umlage, die im kommenden Jahr von 6,35 Cent/kWh auf 6,88 Cent/kWh steigt. Die Netzkosten verteuern sich im bundesweiten Durchschnitt um 8 Prozent.
Insgesamt ergeben sich rechnerische Mehrkosten von 42 Euro netto für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh. Entlastend wirken die gesunkenen Börsenstrompreise.

Preisvergleich: VERIVOX


10. Finanzen:
Immobilieneigentümer, Mieter:

- Smart Meter:  Zwangsumstellung für die ersten Haushalte
In Deutschland sollen intelligente Stromzähler sukzessive eingeführt werden. Die ersten Haushalte kommen demnach bereits 2017 in den aufgezwungenen Genuss der so genannten "Smart Meter".
Allerdings werden zunächst nur Großverbraucher, mit einem Jahresverbrauch ab 10.000 Kilowattstunden beglückt. Ab 2017 müssen dann diese Stromkunden ihre Stromzähler gegen die "Smart Meter" Geräte austauschen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat der Bundestag bereits verabschiedet, der Bundesrat hat auch zugestimmt.
Details: Bund der Energieverbraucher


11. Finanzen
Immobilieneigentümer:

Heizungslabel: Auch für bestehende Anlagen
Rund 35 Prozent sämtlicher Energie hierzulande wird nach Angabe des BMWI im Gebäudebereich verbraucht - der größte Anteil davon bei der Beheizung. Dabei spielt die Effizienz des Heizkessels bei dem Energieverbrauch eine besonders große Rolle. Aus diesem Grunde gibt es das so genannte "Heizungslabel", welches Auskunft über den Effizienzgrad des Heizungskessels gibt.
Ab 2017 wird das Heizungslabel auch für Heizkessel zur Pflicht, die älter als 15 Jahre sind. Bisher galt die Pflicht nur für neue Heizkessel.
Details: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

 

12. Finanzen
Vermieter, Mieter, Eigentümer:

- Nebenkosten - Heizöl: Wird teurer
Nachdem sich die OPEC im Dezember auf eine künftig reduzierte Förderquote geeinigt hatte, stieg sofort danach auch prompt der Preis für Heizöl kräftig.
Aktuell muss für Rohöl fast ein Viertel mehr bezahlt werden, als noch im November 2016  -  und fast das Doppelte, als zu Anfang des Jahres.
Wer in Kürze Heizöl kaufen muss, sollte den Markt möglichst ganz genau beobachten! Denn: Unter Kennern des Marktes stellt sich sich die Frage, ob sich die OPEC Länder auch wirklich an die selbst auferlegten und vereinbarten niedrigen Förderquoten halten - und damit auch den Ölpreis auf diesem hohen Niveau belassen können.
Vergleich: Einen Preisvergleich können Sie hier durchführen:
Esyoil


13. Technik
Vermieter, Mieter, Eigentümer:

- Fernsehen: DVB-T wird abgeschaltet
Alle Haushalte, die bisher weder über einen Kabelanschluss oder eine Sat-Antenne, sondern über das digitale Antennen-Fernsehen DVB-T Fernsehen anschauten, müssen sich auf eine neue Technik einstellen. In der Nacht zum 29. März 2017 wird das Signal von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt. Für den neuen Standard benötigt man eine so genannte "Settop-Box", um die Signale zu entschlüsseln. (Die bisherige DVB-T Settop-Box funktioniert dann nicht mehr.)
Und: Wer Privatsender ansehen will, muss zukünftig extra zahlen.
Details: DVB-T2


14. Technik
Vermieter, Mieter, Eigentümer:

- Staubsauger: Aus für zuviel "Watt - EU-Vorgabe für Staubsauger
Die EU möchte einen weiteren Beitrag zur Senkung des Stromverbrauchs leisten, und möchte Staubsauger mit hoher Watt-Zahl  - und damit verbundenem hohen Energieverbrauch - aus den Haushalten verbannen.
Ab September 2017 dürfen nur noch Staubsauger in den Handel gelangen, deren Leistung maximal 900 Watt beträgt. Und: Der Jahresstromverbrauch soll unter Standardbedingungen bei maximal 43 Kilowattstunden liegen. Zusätzlich müssen diese Staubsauger auch mit einem Energielabel (ähnlich wie bei Heizungen) versehen sein.
Details: EU Recht Veröffentlichungen


Historie:
Änderungen 2016
 

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