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... DAS UNABHÄNGIGE INFORMATIONSPORTAL FÜR DIE IMMOBILIENWIRTSCHAFT

 

Was bringt das Immobilienjahr 2017?Was ändert sich für Immobiliennutzer im neuen Jahr?
Bereits beschlossen und geplant - das kommt in 2018 auf Mieter, Eigentümer, Anleger und Bauherren zu

Die Grunderwerbsteuer bleibt in einigen Bundesländern unverändert hoch und verteuert die Immobilie oder das Grundstück immens. Private Bauherren und Modernisierer erhalten mehr Rechte, denn das Baurecht wird angepasst. Alte Holzöfen, die allzuviel schädliche Immissionen verursachen, müssen stillgelegt werden - die Nebenkosten für Wärme werden wegen gestiegener Energiepreise höher ausfallen, die Zinsen für Baukredite sollten kontinuierlich beobachtet werden - denn es drohen steigende Zinsen.
2018 kommen auf Immobiliennutzer einige Änderungen zu, die zum Teil unmittelbare finanzielle Auswirkungen haben, auf der anderen Seite können die neuen gesetzlichen Regelungen im Baurecht den Verbraucher aber auch besser stellen.
ImmoPilot gibt einen Überblick über die wichtigsten bereits beschlossenen und geplanten Neuerungen:

1. Finanzen:
- Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf

Auch die Bundesländer wollen etwas vom Grunderwerbsteuer Kuchen abhaben. Seitdem die Länder die Höhe dieser Steuerart selbst bestimmen können, wird sukzessive erhöht. Ursprünglich waren es bundesweit 3,5 Prozent, mittlerweile müssen Immobilienkäufer in den meisten Bundesländern 6,5 Prozent bezahlen.
Und für das Jahr 2018 wird es für einige wieder teurer, denn mit Thüringen hatte in 2017 ein weiteres Bundesland die nächste Erhöhung angekündigt: Dann liegt der Steuersatz bei 6,5 Prozent - genau so hoch, wie NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein oder dem Saarland. Bei einem Einfamilienhaus mit einem Kaufpreis in Höhe von 300.000 Euro sind dann an Stelle von (bei 3,5 Prozent) 10.500 Euro, gleich 19.500 Euro fällig.
Nur die Länder Bayern und Sachsen erheben noch den ursprünglichen Steuersatz in Höhe von 3,5 Prozent.
Die Grunderwerbsteuersätze der Länder:

Brandenburg 

6,5 Prozent

Schleswig-Holstein  

6,5 Prozent

Nordrhein-Westfalen

6,5 Prozent

Saarland

6,5 Prozent

Thüringen

6,5 Prozent    -

Berlin

6,0 Prozent

Hessen 

6,0 Prozent

Baden-Württemberg 

5,0 Prozent

Sachsen-Anhalt 

5,0 Prozent

Rheinland-Pfalz 

5,0 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern 

5,0 Prozent

Niedersachsen 

5,0 Prozent

Bremen 

5,0 Prozent

Hamburg

4,5 Prozent

Bayern 

3,5 Prozent

Sachsen

3,5 Prozent

 

 

 

 

 



2. Vermieter, Eigentümer, Mieter:
- Neues Werkvertragsrecht ab Januar 2018

Ab 1. Januar 2018 haben private Bauherren mehr Rechte - denn dann tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft, dann gilt das neue Werkvertragsrecht für alle Werkverträge, die von privaten Bauherren ab dem diesem Datum geschlossen werden.
Präzise Baubeschreibung, konkrete Fertigstellungstermine, Minderung Überzahlungsrisiko durch begrenzte Höhe der Abschlagszahlungen (max. 90 Prozent), ein Widerrufsrecht innerhalb 14 Tagen nach Vertragsabschluss, das sind die Eckpfeiler des neuen Werkvertragsrecht
Gut für Auftraggeber: Das Bauvertragsrecht ist nun erstmals im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Bisher galt das allgemeine Werkvertragsrecht.

 

3. Vermieter, Eigentümer, Mieter:
- Steuerfreibeträge: Der Grundfreibetrag, der Kindefreibetrag und das Kindergeld steigen

Grundfreibetrag                          9.000,00 €
Kinderfreibetrag                         4.788,00 €
Kindergeld 1. und 2. Kind             194,00 €
3. Kind                                        200,00 €
4. und jedes weitere Kind             225,00 €


 

4. Vermieter, Mieter:
- Intelligente Stromzähler -


Der Gesetzgeber hatte bereits für das Jahr 2017 den Einsatz von Smart Meter (intelligente Stromzähler, die über das Internet mit den Netzbetreibern verbunden sind) ab einem Verbrauch in Höhe von 10.000 Kw/h/Jahr und mehr vorgeschrieben. Doch die Technik ist noch nicht soweit - insofern werden Verbraucher auch im Jahr 2018 auf die smarten Geräte warten müssen.
 


5. Mieter, Eigentümer
- Aus für alte Holzöfen

Heizen mit Holz - zu alte Öfen müssen ab  Januar raus. Ab dem 1. Januar gelten für alte Holzöfen neue Grenzwerte bei gesundheitsschädlichen Staubemissionen. Für über 33 Jahre alte Kamin- und Kachelöfen endet dann die Übergangsfrist - sie dürfen nicht mehr betrieben werden. Am 31. Dezember 2017 ist der Zeitpunkt zur Nachrüstung oder Außerbetriebnahme für Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kamin- und Kachelöfen gekommen, die zwischen dem 1. Januar 1975 und dem 31. Dezember 1984 errichtet und in Betrieb genommen wurden. Wenn durch eine Bescheinigung des Herstellers der Anlage oder durch eine Vor-Ort-Messung durch das Schornsteinfegerhandwerk nachgewiesen werden kann, dass die Feuerungsanlage die Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid einhält, darf der Betreiber sie weiterhin zur Beheizung des Aufstellraumes benutzen, ohne eine Nachrüstung vornehmen zu müssen. Für Anlagen, die vor 1975 errichtet worden sind, war die Übergangsfrist bereits Ende 2014 abgelaufen.
Bei Fragen zur eigenen Einzelraumfeuerungsanlage kann der Schornsteinfeger oder die zuständige Behörde vor Ort weiterhelfen.
Mehr Details: BMUB
 

6. Finanzen:
Immobilienkäufer, Bauherren

- Hypothekenzinsen: Bleiben weiter niedrig - aber die EZB Entscheidungen beobachten!
Aufgrund der durch die EZB getroffenen Entscheidung den Leitzins nicht wesentlich anzuheben, können sich Immobilienkäufer oder diejenigen, die Umfinanzieren planen darauf einstellen, das Baugeld zunächst günstig bleibt. Zehn-Jahres-Konditionen sind aktuell für nur wenig mehr als 1  Prozent Zinsen zu erhalten. Vor wenigen Jahren waren es noch zwischen 3,5 Prozent und 4,5 Prozent. Kauf-/ oder Bauwillige sollten sich allerdings auch darauf einstellen, dass das Angebot vor allem in nachgefragten Lagen relativ knapp bleibt und  die Immobilienpreise weiter anziehen werden.
Sparer dagegen haben das Nachsehen - für Anlagen auf dem Sparbuch wird es keine nennenswerten Zinsen geben.
Vergleich: Hier können Sie die aktuellen Hypothekenkonditionen vergleichen: Interhyp Zinsrechner


7. Finanzen:
Immobilieneigentümer, Mieter:

- Nebenkosten: Werden teurer
Mieter und Eigentümer müssen sich auch für das kommende Jahr auf höhere Heizkosten einstellen.  Denn: Die Preise für Brennstoffe steigen.
So hat die OPEC für das Jahr 2018 limitierte Förderquoten beschlossen. Auch Nutzer von Erdgas oder Fernwärme sind von Kostensteigerungen betroffen.
Auch bei Strom gibt es zum Jahreswechsel für einige Nutzer geänderte Preise. Jeder achte Grundversorger erhöht oder senkt den Strompreis zum Jahreswechsel Am hohen Strompreisniveau für Verbraucher ändert sichso  zum Jahresbeginn 2018 wenig. 55 Grundversorger haben Preiserhöhungen um durchschnittlich 2,9 Prozent angekündigt. Dem stehen Preissenkungen bei 56 Versorgern um durchschnittlich 2,3 Prozent gegenüber. Unterm Strich passt somit etwa jeder achte der knapp 900 Grundversorger seine Preise an.(Quelle:Check24)

Wie man trotzdem sparen kann

Wenn Sie die prognostiziert höheren Einkaufspreisen mit Einsparungsmaßnahmen entgegen wirken möchten, dann können Sie diese Energiespartipps von "CO2-online"  nutzen: Spartipps CO2-online

Preisvergleich: Check24 und Esyoil

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