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Vorsicht bei diesen Formulierungen!Baurechtlich genehmigte Fläche

Vorsicht ist geboten, wenn in einem Kaufvertrag vereinbart wird, dass die verkaufte Immobilie über eine bestimmte "baurechtlich genehmigte" Wohnfläche verfügt.
Wird diese Gesamtfläche explizit im Kaufvertrag angegeben (z.B. "... die baurechtlich genehmigte Wohnfläche beträgt 472 m²"), bedeutet dieser Vertragsbestandteil die "Zusicherung einer wesentlichen Eigenschaft" des Kaufobjektes.
Beispiel: Der Eigentümer eines Mehrfamilienhauses verkauft seine Immobilie unter Zusicherung einer ganz bestimmten "genehmigten" Gesamtwohnfläche. Eine nachträglich ausgebaute Dachgeschosswohnung wurde jedoch baurechtlich nicht abgenommen (das ist z. B. bei Nachkriegsbauten nicht ungewöhnlich). Der Verkäufer muss in diesem Fall damit rechnen, dass der Käufer den vereinbarten Kaufpreis zunächst anteilig um den Wert der baurechtlich nicht genehmigten Dachgeschossfläche mindert.
Ein langer Rechtsstreit ist vorprogrammiert.

Grundsätzlich gilt für Verkäufer und Käufer:
Vor Kaufvertragsabschluss zur Sicherheit bei der Stadtverwaltung die Bauakten der Liegenschaft einsehen. Der Verkäufer sollte im Kaufvertrag nur dann bestimmte Eigenschaften zusichern, wenn sicher gestellt ist, dass diese Eigenschaften einer Prüfung stand halten!
 

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