Immo

Pilot

... DAS UNABHÄNGIGE INFORMATIONSPORTAL FÜR DIE IMMOBILIENWIRTSCHAFT

 

Schimmel an Wand und DeckeSchimmel an Wand und Decke - Ursachen finden, richtig Vorbeugen und den Schimmelpilz beseitigen.

Mehr als 15% der Wohnungen in Deutschland sind mit Schimmel belastet. Das belegen Studien von Verbraucherorganisationen. Ursache für Schimmel ist immer eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Verstärkt wird das Problem durch fehlende Wärme in den Wohnräumen, denn hier kann sich die Luftfeuchtigkeit schön an den (kalten) Wänden absetzen. Wenn dann kein kontinuierlicher Luftaustausch durchgeführt wird, steigt der Feuchtigkeitsgehalt der Luft rapide an. Problematisch für die Bewohner wird es, wenn die Luftfeuchtigkeit für längere Zeit über 60% beträgt. Dann kommt es zu einer vermehrten Sporenbildung - und der Schimmel wächst .

Vor allem durch die in den vergangenen Jahren vielfach durchgeführten Wärmedämmassnahmen an Gebäuden - und immer dichteren Fenstern -  hat dazu geführt, dass die Feuchtigkeit nicht mehr durch die ehemals “undichten”  Fenster entweichen kann. Die Wasserdampf Diffusionsfähiglkeit der Gebäude Bauteile ändert sich nachteilig.  Die Grundlagen für die Schimmelbildung werden geschaffen.
Das Risiko, an Atembeschwerden, oder Asthma oder und Neurodermitis zu erkranken, können die Folge sein. Besonders Allergiker sind hierbei einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
Die am häufigsten betroffenen Räume sind Bad und Dusche, das Schlafzimmer - aber auch die Räume, die kaum oder gar nicht benutzt, und überhaupt nicht, oder nur kaum geheizt werden.
Aber - wer ist an dem Schimmelproblem in der Wohnung schuld? Die tatsächlichen Ursachen für den Schimmelbefall sind nicht immer einfach zu finden. Der Vermieter wird sagen, der Mieter hat falsch gelüftet und/oder zu wenig geheizt - und der Mieter wird die aus seiner Sicht schlechte Bausubstanz als Ursache darstellen.   - Im Zweifel muss ein Gutachter die tatsächlichen Ursachen feststellen, das allerdings ist mit Kosten verbunden.
Wir haben einige  Tipps zusammen gestellt, mit deren Hilfe Sie Schimmel vermeiden können, damit es erst gar nicht erst zu einem grösseren Problem kommt.

1. Alle Räume:
Ausreichend und gleichmässig heizen! Die ideale Temperatur liegt zwischen 19 Grad und 21 Grad.

2. Schlafräume
Pro Nacht gibt jede Person bis zu 1 Liter  Wasser an die Raumluft ab. Deshalb sollte die Raumlufttemperatur in Schlafräumen (sofern die Fenster nicht die ganze Nacht geöffnet sind) möglichst nicht unter 16 °C sinken.

3. Ungenutzte Räume
Auch über längere Zeiträume wenig oder nicht genutzte Räume sollten geringfügig beheizt werden.
Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten, damit die feuchte Luft nicht hierhin entweicht.
Es ist nicht sinnvoll, kühle Räume mit Luft aus wärmeren Räumen zu temperieren. Denn dadurch wird nicht nur Wärme, sondern auch Feuchte in den kühlen Raum getragen. Wenn sich die Luft dann abkühlt, steigt die relative Raumluftfeuchte und es besteht Gefahr, dass Schimmelpilze wachsen..

4. Heizung:
Kann nachts oder bei längerer Abwesenheit gedrosselt werden.
Durch die Verringerung der Raumlufttemperatur - das geschieht nachts meist zentral über die Heizkesselanlage des Hauses - wird Energie gespart. Dabei muss aber der schon erwähnte Zusammenhang mit der Raumluftfeuchte beachtet werden. Bei erhöhter Raumluftfeuchte sollte die Raumlufttemperatur nur abgesenkt werden, wenn ausreichend gelüftet wurde, um die Raumluft zu trocknen

5. Fenster:
Beschlagene Fenster mit einem Tuch abwischen und trocknen. Dadurch verhindern Sie, dass die am Fenster abgesetzte Feuchtigkeit in die Raumluft entweicht, und sich an den Wänden absetzt. - Und vergessen Sie bitte nicht, richtig zu lüften - siehe Tipp!

6. Wärmeabgabe:
Der Heizkörper nicht behindern.
Sehr ungünstig ist es, wenn Heizkörper durch falsch angebrachte Verkleidung oder übergroße Fensterbänke verbaut oder durch Vorhänge bzw. Gardinen zugehängt sind. Im ungünstigsten Fall ist die gewünschte Raumlufttemperatur nicht mehr erreichbar.

! Tipp - richtig  Lüften:
Richtiges Lüften ist der wichtigste Aspekt, um die Schimmelbildung zu vermeiden: Die Fenster im Winter nicht auf “Kippstellung” setzen! Durch das Kippen der Fenster kann kein ausreichender Luftaustausch erfolgen und die Wände kühlen aus. Und bei dem Auskühlen wird Feuchtigkeit abgegeben. Besser: Um einen ausreichenden Luftaustausch zu erzielen, sollten die Fenster  mindesten 1x - besser 2x - am Tag für ca. 1/2 Stunden weit geöffnet werden, damit durch das “Stosslüften” ein kompletter Luftaustausch in den Räumen durchgeführt wird, und die Feuchtigkeit entweichen kann.
! Tipp - Hygrometer:
Bereits ein preisgünstges Feuchtemessgerät gibt kontinuierlich Auskunft über die Raumfeuche. So haben Sie eine immer aktuelle Warnung, wenn die Luftfeuchte über den kritischen Wert ansteigt. - Ein Hygrometer kostet im Elektroversand nicht mehr als 5,00 Euro.
! Und wenn dem Schimmel nur durch Lüften allein nicht mehr beizukommen ist, die Stiftung Warentest hat Mittel gegen Schimmelbefall getestet. Den Test finden Sie hier: Mittel gegen Schimmel
Allerdings sollte bei grossflächigem Schimmelbefall zwecks Beseitigung immer ein Fachmann hinzugezogen werden. Und ganz wichtig: Die Ursachen für den Befall müssen beseitigt werden, ansonsten kommt der Schimmel wieder zurück.

Wenn Sie sich nochintensiver über das Thema Schimmel informieren möchten, können Sie sich beim Umweltbundesamt die Broschüre “Ratgeber: Schimmel im Haus” kostenlos bestellen, oder als .pdf downloaden. Ratgeber Umweltbundesamt

Über uns

Impressum

E-Mail/Kontakt

Pressservice

Sitemap

Disclaimer

Datenschutz

Die Immobilien App von ImmoPilot

ImmoPilot - folgen Sie uns auf Twitter
ImmoPilot - besuchen Sie uns auf Facebook

Copyright ©ImmoPilot 1999 - 2017. Alle Rechte vorbehalten