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Share Deals: Änderungen geplant    01.08.2019
Der Kauf von Immobilien über Objektgesellschaften soll künftig steuerlich weniger lukrativ werden .

steuern_640Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzesentwurf über die Reform der Grunderwerbssteuer bei den so genannten “share deals” auf den Weg gebracht.
Dieser enthält  Änderungen und Anpassungen, die  den Kauf von Immobilien als Objektgesellschaften weniger lukrativ gestalten.
Vor allem die Absenkung der Beteiligungshöhe von 95 auf 90 % (um einen “share deal”l einzuleiten) und eine Verlängerung der Haltedauer von bisher 5 Jahren auf nunmehr 10 Jahre.
Die Änderungen sollen für Geschäfte ab dem 01. Januar 2020 gelten
Was ist ein “share deal”?
Dank der so genannten Share Deals, kann man ganz legal die Grunderwerbssteuer umgehen. Der Käufer erwirbt nicht die physische Immobilie (das wäre ein so genannter "asset deal" - er erwirbt Anteile an einer Objektgesellschaft, der die Immobilie(n) gehören.
Damit der Finanzminister keine Grunderwerbssteuer erhält, dürfen bei einem "share deal" aktuell max. 95 Prozent der Gesellschaft an den Käufer übertragen werden. Mindestens fünf Prozent müssen entweder beim Verkäufer bleiben, oder an eine andere Person bzw. Gesellschaft übertragen werden. - Die Haltedauer der angekauften Immobilien muss mindestens 5 Jahre betragen.
Das soll sich ändern:
Die Haltedauer soll von 5 auf 10 Jahre verlängert werden und - mindestens 10 Prozent müssen entweder beim Verkäufer bleiben, oder an eine andere Person bzw. Gesellschaft übertragen werden.
Der Reformentwurf von Finanzminister Scholz sieht vor, dass künftig jedes börsennotierte Unternehmen Grunderwerbssteuer zahlen muss, sobald 90 Prozent seiner Aktien umgeschlagen worden sind.
Ob sich durch die verlängerte Haltedauer und die Reduzierung der Übertragungsanteile von 95 Prozent auf 90 Prozent wesentliche Einschränkungen zur Nutzung dieses Konstrukt ergeben, bleibt aus unserer Sicht abzuwarten. Denn: Im Hinblick auf die aktuelle Wohnungsmarktsituation sind die institutionellen Käufer nicht in erster Linie daran interessiert, Bestände “durchzuhandeln”, sondern langfristig zu entwickeln und  betriebswirtschaftlich zu optimieren. Für die Änderung der Übertragungsanteile sollte sich ebenfalls eine probate Lösung finden lassen.
Problematisch wird es eher für börsennotierte Unternehmen, die gar - unmittelbar - nichts  mit dem Immobilienhandel zu tun haben, jedoch Immobilien in ihrem Portfolio besitzen. Diese würden dann ebenfalls durch den normalen Aktienumschlag an der Börse mit zur Kasse gebeten

Weitere Details: Bundesfinanzministerium


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