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nebenkostenzahltmieterNebenkostenabrechnungen: Oft Fehlerhaft     08.03.2019
Oft zu niedrige Nachzahlungen - Eine Prüfung bringt oft bares Geld zurück

Viele Betriebskostenabrechnungen sind falsch. Das geht aus vielerlei Untersuchungen hervor. - Blenden lassen sollte man sich auch nicht, wenn die Betriebskostenabrechnungen eine Gutschrift enthält - diese ist des Öfteren zu niedrig bemessen.
Die Höhe der Betriebskosten hat in vielen Mietverhältnissen mittlerweile Dimensionen erreicht, die an eine 2. Miete erinnern.
Wenn Ihnen in den kommenden Wochen die BeKo Abrechnung zugesandt wird - und Ihnen diese "spanisch" vorkommt, sollten Sie zunächst einen Vergleich mit Ihrer Abrechnung aus dem Vorjahr durchführen und dann unsere Tipps durchlesen. Dies kann Ihnen bares Geld einsparen.
Hier geht es zu den Tipps:
 
10 Tipps zu Prüfung der BeKo Abrechnung
Die Betriebskosten steigen stetig und sind mittlerweile ein erheblicher Posten bei der Betrachtung der Gesamtmiete, und nicht ohne Grund als die "2. Miete" bekannt.  - Jedoch enthalten viele Betriebskostenabrechnungen Fehler, die zu erhöhten Abrechnungen führen.
Damit Sie nicht mehr zahlen müssen, als wirklich erforderlich, haben wir die nachfolgenden Tipps zusammengestellt, anhand derer Sie Ihre Abrechnung prüfen und plausibilisieren können:

- Abrechnungszeitraum:
Die Abrechnung muss spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums bei Ihnen vorliegen. - Wenn nicht, kann der Vermieter keine Nachzahlungen mehr einfordern.

- Abrechnungspositionen:
Kontrollieren Sie die Abrechnung, ob Instandhaltungs-, und/oder Wartungskosten enthalten sind, die nicht zu den umlagefähigen Positionen gehören. Hierzu vergleichen Sie die Angaben der Abrechnung mit den Vereinbarungen Ihres Mietvertrages. Die in der Abrechnung aufgeführten Betriebskosten müssen im Mietvertrag vereinbart sein.

- Heizkosten:
Prüfen Sie den Verteilungsschlüssel, mit dem der Vermieter die Heizkosten umlegt und verteilt. Gemäß der Gesetzgebung müssen die angefallenen Kosten mindestens 50 und höchstens 70 Prozent nach Verbrauch umgelegt werden. Darüber hinaus muss die Abrechnung transparent und nachvollziehbar (u.a. Angabe der Gesamtkosten, Gesamtfläche für das Haus) formuliert sein. Auch Kosten für Zwischenablesungen, die auf Veranlassung des Vermieters durchgeführt wurden, können nicht umgelegt werden.

- Instandhaltungskosten:
Gehören nicht in die Abrechnung - diese muss der Vermieter tragen.(Reparaturen). - Wurden gleichzeitig oder zeitnah Instandhaltungsarbeiten und betriebskostenrelevante Tätigkeiten durchgeführt, kontrollieren Sie, ob  versehentlich nicht umlagefähige Anteile in die betriebskosenrelevanten Bereiche gerutscht sind.

- Hausmeisterkosten:
War der Hausmeister überhaupt in Ihrer Wohnanlage? Hat der Hausmeister auch Reparaturen durchgeführt? - Dann sollten die Hausmeisterkosten um diese Anteile gekürzt in der Betriebskostenabrechnung auftauchen!

- Verwaltungskosten:
Gehören nicht in die Abrechnung - das ist Sache des Vermieters.

- Wartungskosten:
Diese sind umlagefähig -  wenn im Mietvertrag vereinbart. Einfach im Mietvertrag nachsehen, ob diese mit aufgeführt sind.

- Leerstehende Wohnungen:
Gibt es im Haus leer stehende Wohnungen, so sind die Kosten hierfür Sache des Vermieters. - Diese Kosten können nicht auf die restlichen Mieter verteilt werden.

- Kostenvergleich :
Plausibilisieren können Sie Ihre Kosten, in dem Sie:
- die Kosten der aktuellen Abrechnung mit den (Einzel)Kosten des vergangenen Jahres vergleichen. Liegen für Sie nicht nachvollziehbare grosse Abweichungen vor, lassen Sie sich diese von Ihrem Vermieter erklären.
- Ihre Einzelpositionen der Abrechnung mit dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes vergleichen. Den Betriebskostenspiegel finden Sie hier: http://www.mieterbund.de/service/betriebskostenspiegel.html
Übrigens: Laut  Deutschem Mieterbund liegen die Betriebskosten in Deutschland im Durchschnitt bei 2,19€/qm - sollte ihr Wert erheblich davon abweichen, sollte man sich die  Abrechnung etwas genauer ansehen.

- Guthaben:

Haben Sie ein Guthaben aus den Betriebskostenabrechnungen, dann sollten Sie auch auf schnelle Rückzahlung pochen. Guthaben verjähren (wie auch Nachforderungen des Vermieters) nach 3 Jahren, ab Zustellung der Abrechnung.

Sollten Sie einzelne Positionen nicht nachvollziehen können, sprechen Sie Ihren Vermieter an - oder lassen sich von Ihrem Mieterverein in Ihrer Region beraten.


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