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Betriebskosten: Wenn die “2.Miete” zum Streitpunkt wird    07.05.2019
Unnötige “Posten” bei den BeKos belasten viele Mieterhaushalte zusätzlich hoch - Gewinne generieren sollten Vermieter damit nicht

Die “2.Miete” kann durchaus zu einem einträglich Geschäft werden - wenn man genügend Fantasie walten lässt. Und ganz im Gegensatz dazu, wenn die Miete im Hinblick auf den Mietspiegel nicht mehr anzuheben ist, oder  formale Mietanhebungsverfahren und die Mietpreisbremse Mieterhöhungen erschweren, sind die BeKo  - zumindest vordergründig - ohne formalen Akt leicht und “einseitig” anpassbar.
Aktuell gibt es deshalb wieder starke Betriebskosten Diskussion und aktuelle Urteile (siehe z. B. AG München
AZ 461 C 21735/17), die diese Vorgehensweisen stoppen.

Mietrechtsexperten der Mieterverine gehen davon aus, dass jede 2. Abrechnung unzutreffende Beträge enthält
Gerade deshalb wird wieder vermehrt über die zulässigen Betriebskosten diskutiert - Sie wissen schon: Die "17 Betriebskostenarten". - Wie verhält es sich z. B. mit den Kosten, die für die Hausverwaltung? Diese dürfen nicht umgelegt werden! Wenn Sie also in Ihrer nächsten Betriebskostenabrechnung die nachfolgenden Kosten auftauchen, sollten Sie sehr skeptisch sein, und noch einmal genauer nachfragen. Der Deutsche Mieterbund gibt diesbezüglich Hinweise und geht davon aus, dass etwa jede zweite Betriebskostenabrechnung falsch, unplausibel oder unvollständig ist.
betriebskostenDenn: Vermieter dürfen gemäß Betriebskostenverordnung (BetrKV) die Kosten der Verwaltung nicht auf den Mieter umlegen.

Im Folgenden sind das zum Beispiel, wie der Mieterbund feststellt:

- Besonders kurios die so genannte „Baumschau“, die in den Abrechnungen auftaucht
- Gartengeräte, von der Rasenschere bis zur Rosenschere
- Verwaltungskosten
- Kosten für Wohnungsabnahmen
- Kosten für Briefporto, Telefon, Porto, (Bank) Gebühren und Büromaterial welches im Rahmen der Hausverwaltung anfällt
- Kontoführungsgebühren oder Zinsen des Verwalterkontos
- Kosten für die Auswechslung von Klingelschildern der Wohnung
- "Sonstige Kosten"- die nicht ausdrücklich im Mietvertrag aufgeführt und in der Betriebskostenverordnung auch aufgeführt sind
- Sehr wichtig: Kosten für Reparaturen  - das ist reine Vermietersache - und kann nur dann umgelegt werden, wenn der Defekt durch den Mieter verursacht wurde
- Verwaltungskosten, wie zum Beispiel Kosten für die Hausverwaltung, Bankgebühren, Briefporto, Zinsen, oder Kosten für Telefon.
- Hausmeister: Immer schön aufpassen, ob  der Vermieter nicht seinen internen Aufwand ( z. B. Aufwand für leer stehende Wohnungen oder auch Marketingkosten über den Hausmeister mit abrechnet) - ggfls. nachhaken und differenzierte Aufstellung der Leistungen verlangen.
- Leerstand: Gab es in der Wohnanlage leer stehenden Wohnungen, hat der Vermieter die Betriebskosten hierfür zu übernehmen. Wichtig: Auch hierbei darauf achten, dass die Kosten des Hausmeisters oder Handwerkers, die für diese leer stehenden Wohnungen aufgewendet werden, auch diesen zugerechnet werden!
bekospiegelmieterbund2019



















Welche Posten umgelegt werden dürfen - das sind ganz exakt 17 Beko Arten - steht in der Betriebskostenverordnung.

Wenn Sie sich detailliert über das Thema Betriebskosten informieren möchten - hier geht es weiter:
Betriebskostencheck



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