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Diskussionen um Reglementierungen: Konzerne reagieren       24.06.2019
Geplanter Mietendeckel in Berlin sorgt für ungeahnte Initiativen

Privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen verfügen in Deutschland über einen Anteil in Höhe von rund 10 % des gesamten Wohnungsbestandes - meist gut gestreut in Ballungsräumen mehrerer großer deutscher Städte. Insofern stehen die institutionellen privatwirtschaftlichen Wohnungseigentümer seit je her im Fokus der Medien. Zusätzliche Diskussionen um rasant gestiegene Aktienkurse knappes Wohnungsangebot, Nebenkostenabrechnungen, Modernisierungsmieterhöhungen und zu hohe Mieten haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Politik zu Reaktionen gezwungen war. Die kamen schnell aus Berlin, als der Senat einen 5 jährigen Mietenstopp beschlossen hat. Obwohl der Berliner Mietendeckel von nicht wenigen Experten als Verfassungswidrig eingestuft wird, haben die Pläne zu Mietenstopps und die andauernden Diskussionen zu Enteignungs Philosophien viele Großanleger verunsichert.
Immobilienaktien nicht mehr auf der Überholspur
Die aktuellen Berliner Einschränkungen haben unmittelbar die privaten Wohnungsunternehmen, die den grössten Anteil ihres Wohnungsbestandes in Berlin haben, hart getroffen - wie die Entwicklung des aktuellen Aktienkurs zeigt. Und Befürchtung, dass dieses Beispiel aus Berlin in weiteren Bundesländern Schule machen könnte, hat auch andere Immobilienwerte mitgezogen - und die restlichen Wohnungsbaukonzerne müssen hoffen, dass weitere (Ballungs)Räume dem Berliner Beispiel nicht folgen werden.
SozialwohnungenReaktion: Max 30 Prozent des Hauhaltseinkommens
Jetzt hat der erste Wohnungskonzern auf die politischen Eingriffe in den Wohnungsmarkt reagiert und einen eigenen “Mietendeckel” bekannt gegeben. Die “Deutsche Wohnen” will ab 1. Juli Mieterhöhungen so begrenzen, dass Haushalte max. 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Miete (Jahresbruttowarmmiete)  aufwenden müssen - so das Unternehmen aktuell auf seiner Internetseite. Darüber hinaus sollen 25 Prozent der neu zu vermietenden Wohnungen an Mieter mit Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein vergeben werden. Diese Selbstverpflichtung der Deutsche Wohnen soll zunächst fünf Jahre gelten.
... und “die anderen”?
Mit dieser Selbstverpflichtung kommt der Konzern möglichen kommenden politischen Entscheidungen zuvor - setzt aber gleichzeitig weitere große Immobilieneigentümer unter Handlungsdruck, denn: Von VONOVIA, LEG und Co. wird sicherlich Ähnliches erwartet.
Das Mietversprechen der “Deutsche Wohnen” können Sie auf der Website der DW einsehen: Mietversprechen

Hier geht es zu den aktuellen Börsenkursen ausgewählter Immobilienunternehmen: Immowerte.


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