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Wie wird es in 2019 ?Kaufimmobilien: Nachfrage geht zurück  21.01.2019
Immowelt Immobilien-Konjunktur-Index: Nachfrage bei Kaufimmobilien geht zurück

- Kaufimmobilien sind nicht mehr so stark gefragt, das ist das Ergebnis des Immowelt Immobilien Konjunktur-Index Jahresbericht 2018
 - Insgesamt sind die Immobilienprofis zufrieden, blicken aber  skeptischer auf die kommenden Monate
- Prognose: längere Abschlusszeiten und härtere Preisverhandlungen  wahrscheinlich

Der Boom bei Kaufimmobilien flaut ab, das ist ein Ergebnis des Immowelt Immobilien-Konjunktur-Index (IKI) Jahresberichts 2018. Bereits seit 2011 werden im IKI die Stimmung und Erwartungen unter deutschen Immobilienprofis erhoben und ausgewertet. Mit 95,2 Punkten beendet der Nachfrageindex für Kaufimmobilien, ein Teilbereich des IKI, das Jahr auf einem Allzeittief (seit Q2/2011). Die Makler rechnen demnach mit geringerem Interesse an Kaufimmobilien. Dies wird insbesondere beim Vergleich der beiden Komponenten deutlich, aus denen sich der Nachfrageindex zusammensetzt: Die Erwartung der Immobilienprofis für die kommenden Monate liegt mit 92,5 Punkten nochmal deutlich unter der aktuellen Nachfragelage von 97,9 Punkten.

Bestellerprinzip-Diskussion trübt die Stimmung
Insgesamt hat die Immobilienbranche ein gutes Jahr hinter sich. Im Mittel lag der Gesamt-IKI bei 100,5 Punkten. Im 4. Quartal 2018 fiel der Index leicht unter die 100-Punkte-Marke, befindet sich mit 99,3 Punkten jedoch auf ähnlichem Niveau wie im Basisjahr 2016. Eine deutliche Verschlechterung zeichnet sich allerdings bei der Geschäftserwartung ab. Diese hat sich im Jahresverlauf um 3,8 Punkte eingetrübt und liegt derzeit bei 96,3 Punkten. Möglicherweise spiegelt sich hier die Sorge einiger Branchenprofis über die diskutierte Einführung des Bestellerprinzips für Kaufimmobilien wider. Darüber hinaus zeigt sich aber wohl auch die Skepsis der Makler, ob die von den Verkäufern geforderten Preise von den Käufern noch angenommen werden.

Nur noch moderater Preisanstieg
Seit Jahren steigen die Immobilienpreise vor allem in den Großstädten und Ballungsräumen stark an. In Hamburg sind die Kaufpreise zwischen 2011 und 2018 im Median um 72 Prozent, in München um 104 Prozent und in Berlin sogar um 126 Prozent gestiegen. Gerade für Interessenten mit mittlerem Einkommen sind gute bezahlbare Objekte nur noch schwer zu finden. Die Immobilienprofis geben zwar an, dass sich die Preise in naher Zukunft nicht mehr so rasant erhöhen wie in den Vorjahren (Preisklima 95,2 Punkte), dennoch sind die geforderten Preise trotz des niedrigen Zinsniveaus für große Bevölkerungsgruppen kaum noch leistbar.

Zinspolitik der EZB beeinflusst Nachfrage
Der Immobilienboom ist zwar noch nicht vorbei, erste Tendenzen deuten aber auf eine Abschwächung hin. Die Unsicherheiten bezüglich des Aussetzens der Anleihenkäufer durch die Europäische Zentralbank und einer damit erwartbaren strafferen Zinspolitik könnte die künftige Nachfragesituation weiter absacken lassen. Immobilienprofis müssen sich künftig auf längere Abschlusszeiten und härtere Preisverhandlungen einstellen.

Den ausführlicheren Bericht zum Immobilien-Konjunktur-Index können Sie hier herunterladen: Immowelt Konjunktur Index

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