Mietkosten: Teurer Wohnen
Es sind die Neuvertragsmieten, die das Wohnen verteuern

Nettomieten in Deutschland
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In Deutschlands Großstädten wird Mieten immer teurer
Berlin: + 104 Prozent
Das belegt eine aktuelle Analyse der Angebotsmieten 2009 und 2019 in 80 deutschen Großstädten von immowelt.de. Während die Inflation bei 14 Prozent lag, sind die Mieten in vielen Großstädten durch die Decke gegangen. Spitzenreiter ist Berlin, wo sich die Mieten mit einem Plus von 104 Prozent mehr als verdoppelt haben. Aber auch in München, Hamburg oder Frankfurt übertrafen die Mieten bei weitem die allgemeine Preissteigerung. Untersucht wurden die Angebotsmieten von Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) in 80 deutschen Großstädten. In 77 der untersuchten Städte lag die Mietsteigerung über der Inflation. 
Berlin: Vor 10 Jahren zahlten Mieter in der Hauptstadt noch 5,60 Euro pro Quadratmeter, heute müssen sie bei Neuvermietung im Median mit 11,40 Euro rechnen.  
München: Bleibt mit Abstand teuerste Stadt Deutschlands
In der teuersten deutschen Großstadt sind die Mieten um weitere 61 Prozent gestiegen, sodass der mittlere Quadratmeterpreis inzwischen bei 17,70 Euro liegt. Das ist der absolute Spitzenwert, mit großem Abstand zu Frankfurt – mit 13,50 Euro die zweitteuerste der untersuchten Städte.
Das Ranking Mietpreise 2009 und 2019 in deutschen Großstädten (Auswahl):
 
Berlin: + 104 Prozent
München: + 61 Prozent
Nürnberg: + 52 Prozent
Fürth: + 52 Prozent
...
Stuttgart: + 49 Prozent
Hannover: + 48 Prozent
Göttingen: + 48 Prozent
Erlangen: + 47 Prozent
Frankfurt: + 44 Prozent
Braunschweig: + 43 Prozent
Hamburg: + 42 Prozent
Leipzig: + 42 Prozent
Aachen: + 42 Prozent
Paderborn: + 42 Prozent
Münster: + 40 Prozent
...
Dortmund: + 37 Prozent
Düsseldorf: + 36 Prozent
Dresden: + 36 Prozent
Köln: + 34 Prozent
...
Bochum: + 30 Prozent
...
Duisburg: + 22 Prozent
Gelsenkirchen: + 19 Prozent
...
Hagen: + 17 Prozent
...
Cottbus: + 14 Prozent
Chemnitz: + 11 Prozent
 ...
Rostock: - 5 Prozent
Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Fürth
Neben Frankfurt am Main (+44 Prozent) und Hamburg (+42 Prozent), befindet sich auch die Metropolregion Nürnberg im Aufschwung. In Nürnberg und Fürth (je +52 Prozent) liegen die Mieten noch unter der 10-Euro-Marke, in Erlangen (+47 Prozent) ist diese bereits überschritten. In Hannover, Göttingen (je +48 Prozent) und Braunschweig (+43 Prozent) ist Wohnen deutlich teurer geworden.
Geteiltes Bild im Osten und NRW
Während im Osten Deutschlands die Strahlkraft Berlins alles überragt, zeigt sich ansonsten eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Leipzig (+42 Prozent) und Dresden (+36 Prozent) gewinnen weiterhin an Attraktivität, während in Städten wie Chemnitz (+11 Prozent) oder Cottbus (+14 Prozent) die Einwohnerzahlen stagnieren und die Anstiege gerade einmal der Inflation entsprechen. Besonders junge Erwachsene locken die günstigen Mieten von rund 7 Euro pro Quadratmeter nach Dresden oder Leipzig.
Sinkende Mieten?
Die einzige aller untersuchten Städte mit sinkenden Mieten ist Rostock (-5 Prozent).
Wie im Osten treffen auch in Nordrhein-Westfalen strukturschwache und wirtschaftsstarke Städte aufeinander. Die Mieten in Studentenstädte wie Aachen, Paderborn (je +42 Prozent) und Münster (+40 Prozent) sind stark gestiegen. Auch die beiden Rheinmetropolen Köln (+34 Prozent) und Düsseldorf (+36 Prozent) zählen zu den begehrtesten Städten, was Mieten jenseits der 10-Euro-Marke zur Folge hat. Auf der anderen Seite weisen besonders die Städte im Ruhrgebiet wie Gelsenkirchen (+19 Prozent), Duisburg (+22 Prozent) oder Hagen (+17 Prozent) geringere Anstiege auf. Die Mieten bewegen sich aktuell auf niedrigem Niveau bei circa 6 Euro pro Quadratmeter.
Quelle und weitere Details: Immowelt

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