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Schulden in Deutschland: Das "dicke Ende" kann noch kommen

6,85 Millionen Bürger in Deutschland sind überschuldet - die Überschuldungsquote, also der Anteil überschuldeter Personen im Verhältnis zu allen Erwachsenen in Deutschland, betrug 2020 insgesamt 9,87 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Schuldneratlas der Creditreform hervor.
Gravierender als die Weltwirtschaftskrise
Dies sieht auf den ersten Blick nicht gänzlich anders aus, als im Jahr zuvor. Allerdings, so die Creditreform: „Der vermeintlich positive Befund ist kein Zeichen der Entspannung“, erläutert Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Wirtschaftsforschung bei Creditreform. Auf den ersten Blick sei die aktuelle Überschuldungsentwicklung paradox, da die Corona-Pandemie und die von der Politik beschlossenen Schutzmaßnahmen die Wirtschaft in eine tiefe Rezession geschickt haben. „Ein Ende der gesundheitspolitischen und ökonomischen Krisenlage ist angesichts des ansteigenden Infektionsgeschehens nicht absehbar - die unmittelbaren und mittelbaren Folgewirkungen werden für Wirtschaft, Gesellschaft und Verbraucher gravierender sein als die der Weltfinanzkrise 2008 und 2009“, so Hantzsch weiter.
Überschuldung in Deutschland: Ruhe vor dem Sturm? - Hilfsmaßnahmen und Sparneigung retten vorerst
Die staatlichen Hilfsmaßnahmen haben die schlimmsten sozialen Auswirkungen abgemildert. Und auch die erhöhte Sparneigung und Ausgabenvorsicht sowie eine größere Konsumzurückhaltung haben dafür gesorgt, dass ein flächendeckender Liquiditätsengpass bisher ausblieb“, so die Creditreform weiter. Dennoch ist die Lage besorgniserregend. Denn rund 700.000 Menschen hatten zwischenzeitlich den Arbeitsplatz verloren, bis zu 7,3 Millionen Menschen waren oder sind in Kurzarbeit und viele Menschen mit geringem Einkommen können ihrer selbstständigen oder teilberuflichen Tätigkeit nicht nachgehen. Schätzungen zu Folge kämpfen derzeit zwei Millionen Freiberufler und Soloselbstständige um ihre Existenz und stehen am Rande einer Überschuldung. Der „Lockdown“ im November verschärft diese Problematik zusätzlich.
Die „Ruhe vor dem Sturm“?
„Die langfristigen Perspektiven für die Überschuldungsentwicklung sind besorgniserregend, da die Corona-Pandemie auch eine weitere Polarisierung von Einkommen und Vermögen bewirkt“, erläutert Hantzsch. „Die oberen sozialen Schichten („Gutverdiener“) können Einkommensausfälle kompensieren - sie sparen vermehrt und üben zugleich Ausgabenvorsicht sowie Konsumzurückhaltung. Die unteren sozialen Schichten haben keine oder nur sehr geringe finanzielle Reserven und eine „negative Sparquote“ - sie ver- und überschulden sich“, präzisiert Vila.
Die Folge: Bereits jetzt deuten sich finanzielle Überlastungen an, die zeitlich versetzt, zu einem Anstieg der Überschuldungsfälle führen werden. „Zudem erwartet Creditreform einen „Nachholbedarf“ bei den Verbraucherinsolvenzverfahren durch die Verkürzung der Wohlverhaltensperiode ab Oktober 2020. Das wird zu einem zusätzlichen Anstieg der (harten) Überschuldungsfälle führen“, so Creditreform.
Den gesamten Bericht finden Sie auf den Seiten der Creditreform

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