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Wohnungsverkäufe
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Handel mit Wohnungen: Fest in Investorenhand

Die größten Wohnungsportfolio Verkäufe der letzten 20 Jahre
Spekulationen zufolge soll es Interesse des größten deutschen Immobilienkonzern, der VONOVIA, an einer Übernahme des vor allem in Berlin tätigen Wohnungskonzerns Deutsche Wohnen geben. Interesse gab es schon einmal vor einigen Jahren, allerdings hatte zu der Zeit mit einer Übernahme nicht geklappt - gleichwohl wird vor allem der Berliner "Mietendeckel", ein Hemmnis sein, der eine Übernahme weniger attraktiv machen sollte. Grund genug, sich mit der Investitionsstrategie der institutionellen Immobilienanleger zu beschäftigen, denn in den vergangenen Jahren wurden kaum noch große Wohnungsportfolios gehandelt.
Der Grund hierfür ist einfach: Die meisten der großen Wohnungsportfolios wurden bereits Anfang der 2000er Jahre verkauft, sind bereits fest in Investorenhand - und werden voraussichtlich auch künftig dort bleiben. Die bedeutenden Verkäufe - in erster Linie mit bundeseigenen Wohnungen - fanden ab dem Jahr 2000/2001, u. a. mit dem Verkauf der insgesamt ca. 114.000 Wohnungen des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) statt. Der Kaufpreis: Weniger als 1.000 €/qm Wohnfläche.
Später kamen dann die Verkäufe der GAGFAH Group mit 82.000 und der Berliner GSW Immobilien mit rund 66.000 Wohnungen hinzu. Insgesamt erreichte der Umfang der gehandelten Einheiten in den Jahren 2004 und 2005 rund 360.000 Wohnungen, die meist an Finanzinvestoren veräußert wurden. In 2008 kam es mit der Privatisierung der landeseigenen Wohnungsgesellschaft LEG in NRW mit 93.000 Einheiten zu dem zunächst letzten großen Verkauf aus öffentlicher Hand.
Während der Zeitraum von 1999 bis 2004 von Erstverkäufen geprägt war, kam es in der Folge dann zu mehrfach Verkäufen. 
Kaum neue Verkäufe
Heute werden kaum noch Wohnungsportfolios von wesentlicher Größe gehandelt. So berichtet das BBSR in seinem jüngsten Bericht im April 2020 von insgesamt 24 Transaktionen ab 800 Wohnungen mit insgesamt ca. 72.000 verkauften Wohneinheiten im gesamten Jahr 2019 - das sind gerade einmal im Durchschnitt 3.000 Einheiten/Transaktion. (siehe Chart: Die größten Wohnportfolioverkäufe ab 30.000 Einheiten 2002 - heute) Bitte beachten Sie, das in dem Chart Weiterverkäufe mit aufgeführt sind.
Quelle der Verkaufszahlen: BBSR Bund


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