Risikofokus
1. Energetischer Zustand & zukünftiger Sanierungsdruck
Energetische Qualität ist längst ein Liquiditätsfaktor.
Steigende Energiepreise, CO₂-Kosten und gesetzliche Vorgaben können umfangreiche Investitionen erzwingen.
- Energieeffizienzklasse und realer Verbrauch
- Heizungsart und deren Zukunftsfähigkeit
- Dämmstandard und Fensterqualität
- Beschlossene oder geplante energetische Maßnahmen
- Rücklagenstand im Verhältnis zum Investitionsbedarf
2. Instandhaltungsstau & Sonderumlagen
Aufgeschobene Instandhaltung ist einer der häufigsten Auslöser für unerwartete Sonderumlagen.
- Alter von Dach, Fassade, Leitungen, Aufzügen
- Technischer Zustand im Verhältnis zur Rücklage
- Historie verschobener Maßnahmen
- Ber. angekündigte Sonderumlagen
- Langfristige Instandhaltungsplanung vorhanden?
3. Struktur- & Governance-Risiko der WEG
Eine handlungsfähige Gemeinschaft ist entscheidend für Werterhalt und Marktgängigkeit.
- Streitkultur laut Protokollen
- Beschlussfähigkeit und Entscheidungsdynamik
- Zahlungsrückstände einzelner Eigentümer
- Qualität der Verwaltung
- Eigentümerstruktur (Selbstnutzer vs. Kapitalanleger)
- Eigentümerstruktur (1 Eigentümer besitzt die Mehrheitsanteile)
Mini-Checkliste: 6 zentrale Prüf-Fragen vor und nach dem Kauf
- Reicht die aktuelle Instandhaltungsrücklage objektiv für die nächsten 5–10 Jahre?
- Sind größere Sanierungen bereits beschlossen oder absehbar?
- Wie alt ist die Heizungsanlage – und entspricht sie künftigen gesetzlichen Anforderungen?
- Gibt es wiederkehrende Konflikte oder Beschlussblockaden laut Protokollen?
- Wie hoch wäre eine realistische Sonderumlage pro Einheit im Worst-Case-Szenario?
- Verfügt ein Eigentümer über die Mehrheit der Anteile - entscheidet er faktisch allein!