Baufertigstellungen im 15 Jahres Trend

Anstieg seit 2013 - es fehlen bezahlbare Mietwohnungen

Wohnungsbaufertigstellungen
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Die Baufertigstellungen in Deutschland steigen - das ist die gute Nachricht. Allerdings ist es nicht ganz einfach, die Versäumnisse der vergangenen Jahre aufzuholen.
Wurden in den Jahren 2005 und 2006 noch mehr als 240.000 Wohnungen gebaut, nahm die Bautätigkeit in den Jahren 2008 - 2012 zunehmend ab und sank dabei in den Jahren 2009 und 2010 sogar auf ein historisches Tief von nur rund 160.000 Wohnungen/Jahr.
Knapper Wohnraum - hohe Nachfrage - hohe Preise
Im Ergebnis bedeutet dies heute Wohnungsknappheit und kontinuierlich steigende Mieten. Auch die zu Anfang der 2000er Jahre erkennbare Privatisierungswelle bundeseigener Wohnungen (u.a. Eisenbahnerwohnungen, Post), Verkauf an Großinvestoren und Umwandlungen in Eigentumswohnungen trug nicht unerheblich zu der Teuerung bei. 
Historisches Tief in 2009
Ab dem Jahr 2013 stiegen die Baufertigstellungen zwar sukzessive wieder von 219.000 Wohnungen (2013) bis auf 293.000 Wohnungen (2019) an. Allerdings handelte es sich bei dem größten Anteil der Neubaumaßnahmen um Eigentumsmaßnahmen. Insgesamt ist der er Nachholbedarf aus den vergangenen Jahren noch lange nicht bedient. 
Es könnte etwas mehr sein
Wird die Bautätigkeit differenziert und segmentiert betrachtet – stellt der Betrachter sehr schnell fest: Es werden zu wenig - vor allem bezahlbare - Mietwohnungen gebaut. Dieses Segment scheint allerdings aufgrund der im Vergleich zu lukrativen Eigentumsmaßnahmen weniger im Fokus der Entwickler zu liegen.
Um die niedrige Bautätigkeit der vergangenen Jahre aufzufangen und wieder ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen, werden mindestens rund 300.000 neue Wohnungen/Jahr benötigt - und hierbei möglichst nicht ausschl. Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, sondern preisgünstige Mietwohnungen.



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