Immobilienlobby:
Wer zahlt am meisten?

Das neue Lobbyregister startet - mit erstaunlichen Ergebnissen
Unternehmen und Verbände setzen teils Millionen Euro ein, um Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse zu nehmen, um so die eigenen Vorhaben zu pushen. Dabei ist vielen am Immobilienmarkt Beteiligten gar nicht bekannt, welche Marktteilnehmer Einfluss auf Regeln und Verfahren nehmen wollen. Dieser Prozess wird jetzt transparenter. Seit Anfang des Jahres ist das neue Lobbyregister auf Bundesebene online. Das Lobbyregister ermöglicht es, Strukturen der Einflussnahme auf den politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess nachzuvollziehen. Ziel des Lobbyregister ist, Transparenz im Bereich von Beteiligung von Interessenvertreter/innen an Entscheidungsprozessen zu schaffen.  

Status quo
Tausende Lobbyisten versuchen teils mit viel Geld und cleveren Netzwerken, Gesetze, Politik und öffentliche Meinung zu beeinflussen. Das soll den Auftraggebern bei der Durchsetzung ihrer Ziele helfen. Bisher mussten die Unternehmen, die für Lobbying Gelder aufwenden, darüber keine Rechenschaft ablegen. Das hat sich ab Anfang 2022 geändert.
Ab Anfang2022 müssen sich sämtliche Unternehmen, Berater, Personen, die regelmäßig Einfluss auf die Willensbildung und Entscheidungsfindung von Bundesregierung und Bundestag nehmen wollen oder dies im Auftrag für Dritte tun, im Lobbyregister des Deutschen Bundestag registrieren.
Wer zahlt wie viel - wer zahlt wofür?
Einige Informationen, die so bislang in Deutschland nicht verfügbar waren, lassen sich somit ab sofort im Lobbyregister nachvollziehen, so zum Beispiel wer wie viel für Lobbyarbeit ausgibt.

Bauregeln, Vorschriften, Genehmigungsverfahren, Modernisierungsmieterhöhung, Klimaschutz, Energieeinsparung, Förderungen und Umlagen - wesentliche Treiber für die Wirtschaftlichkeit vieler Marktteilnehmer
Anhand der bisher im neuen Lobbyregister verfügbaren Einträge haben wir geprüft, wie die Immobilienbranche mit Lobbying umgeht. Viele der maßgeblichen Marktteilnehmer sind mit erheblichen Aufwendungen - entweder direkt oder mittelbar über Dienstleister/Agenturen - vertreten.
Mehr Transparenz
Um einen Überblick über die Lobbyarbeit der Immobilienbranche zu vermitteln, haben wir anhand der im Lobbyregister aufgeführten Angaben (Stand 06.03.2022) die Aufwendungen der maßgeblichen Marktteilnehmer selektiert. 

Sie suchen ein bestimmtes Unternehmen, das in der Liste nicht aufgeführt ist? - Hier geht es zur Suchfunktion Lobbyregister:
(Hinweis: Ein „klick“ in das in der unten stehenden Liste selektierte Unternehmen enthält zusätzliche Hinweise, an welche Institution die aufgeführten Beträge geflossen sind).
Zu LobbyControl:
LobbyControl ist ein gemeinnütziger Verein, der über Machtstrukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufklärt. LobbyControl finanziert sich durch Spenden von Privatpersonen, Mitgliedsbeiträge, Stiftungsgelder und den Verkauf von Publikationen.
Jahresbericht LobbyControl (.pdf Dokument):

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UnternehmenLobbyausgaben in EURO/Jahr
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. 2.730.001 - 2.740.000 Euro
Bundesarchitektenkammer e.V. 2.390.001 - 2.400.000 Euro
Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) e.V.  2.110.001 - 2.120.000 Euro
VONOVIA SE  920.001 - 930.000 Euro
Deutsche Wohnen SE 640.001 - 650.000 Euro
Bundesverb.Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) 620.001 - 630.000 Euro
Immobilienverband Deutschland IVD  510.001 - 520.000 Euro
ista International GmbH  490.001 - 500.000 Euro
Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. – BDH 400.001 - 410.000 Euro
LEG Immobilien SE340.001 - 350.000 Euro
Vivawest Wohnen GmbH        290.001 - 300.000 Euro

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